[Willkommen auf SeoulDotGom]

Willkommen auf SeoulDotGom, dem deutschsprachigen Blog über Seoul und das, was diese einzigartige Metropole aus Beton, Glas und Bäumen ausmacht.

Dieser Blog ist Teil des "Gomdorimperiums", einer Sammlung meiner thematisch geordneten, koreabezogenen Blogs. Viel Spaß beim Durchstöbern!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Eungbongdong Seongdong

Klasse Artikel über die Schätze bzw. fehlenden Schätze von Koreas kleinsten städtischen Verwaltungseinheiten, den "dong", was man in Berlin am ehesten mit dem Ortsteil eines Bezirks vergleichen kann. So wie ich in Gongdeok-dong vom Bezirk Mapo-gu wohne, wohnt man ja in Berlin im Ortsteil Wannsee von Zehlendorf oder wo auch immer.
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Jedenfalls hat einer meiner Lieblingsausländer hier, Michael Breen, mal wieder was Lustiges vom Stapel gelassen, lest selbst:
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From Dongbinggo-dong to Eungbong-dong Seongdong-gu
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Dienstag, 30. Juni 2009

Koolhaas und sein Seoul

Die besten Perlen entdeckt man zufällig. Beim Zappen vorm Insbettgehen entdecke ich einen koreanischen Palast bei CNN, bleibe hängen und da sitzt Rem Koolhaas. Seines Zeichens weltbekannter Architekt und Harvard-Professor. Und was macht er? Zunächst eine Weile über den Westen lästern, der ihn nicht versteht und seine Kunst behindert.
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Und dann führt er die CNN-Reporterin durch "sein Seoul". Und diese Dokumentation zeigt, wie man Seoul richtig bewirbt. Nicht mit lächelnden Models und sauteuren Kampagnen. Man nimmt einen weltbekannten Prominenten und lässt ihn sehr persönlich über Aspekte Seouls reden. Das hinterlässt Eindruck. Ich hoffe fast, dass die Stadt Seoul dieses Interview, das weltweit ausgestrahlt wird, finanziert hat.
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Da sitzen sie also im Garten des süßen Gyeonghuigung-Palastes vor dem Prada Transformer udn sprechen ganz ungezwungen über Kunst. Und darüber, dass er im Westen nicht mehr arbeiten kann und will. Dort wolle man, dass ein Gebäude ewig halte, wunderschön sei, nicht verstöre und möglichst nichts kosten solle. Dies aber entspreche seinem Kunstverständnis in keiner Weise. Ebenso wenig wie er sich damit abfinden kann, dass im Westen Funktionalität und Rationalität einer Stadt verdammt werden, ohne die Chancen und Vorteile der "generic city" auch nur zu überdenken. Wie wahr, wie wahr!
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Und dann gehts weiter: Sein selbsternanntes Lieblingsprojekt ist nicht etwa das im Westen viel beachtete CCTV-Center in Peking, sondern das Kunstmuseum der Seoul National University, ein Gebäude das über dem Campus zu schweben scheint und den Durchgang zwischen den Campusteilen ermöglicht.
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Was würde Koolhaas ändern an Seoul?
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Nichts. Egal, wo man etwas ändert, irgendwo anders wird schon wieder gebaut. Seoul ist nicht kontrollierbar, nicht planbar - und das ist sein Reiz. Er lobt trotzdem ausdrücklich punktuelle Projekte, die konkreten Nutzen für die Stadt haben.
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Was ist der Charakter der Stadt?
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Genau der ständige Wechsel: Es wird immer Viertel geben, die sich entwickeln, immer welche die zurückhängen - und noch viel wichtiger: Seoul ist keine geplante Stadt. Selbst im Zentrum wird es immer heruntergekommene Hüttchen geben und selbst in den sogenannten Armenvierteln wird es immer Glitzerpaläste geben. Dadurch bleibt die Stadt immer gemischt, immer authentisch und original. Ein sehr interessanter Punkt, wie ich finde, den jeder täglich auf der Straße sehen kann, der aber selten als positiver Punkt hervorgehoben wird. Ich kenne aber tatsächlich keine Stadt, in der einfache Leute und Oberschicht so beieinander, ineinander verwoben agieren wie in Seoul.
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Nicht zuletzt sei es trotz Funktionalität gerade das Chaotische, Unübersichtliche und Unvorhersehbare, das den Reiz einer Stadt ausmache. Dies sei in vielen westlichen Städten bereits fast vollständig ausgerottet worden. Wenn ich mir deutsche Städte mit ihren Denkmalschutzvorschriften anschaue, glaube ich zu verstehen, was Koolhaas meint.
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Was mag er an Seoul, als Architekt?
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Koolhaas sagt, dass es keine andere Stadt mit einer solchen natürlichen Schönheit gebe. Egal wie man baue, man habe immer wunderbare Aussichten, Sichtwinkel und Landschaften überall, weshalb man immer einen Anfang für seine Planungen hat und immer Anhaltspunkte. Es gibt die Geschichte, dass Koolhaas das große Panoramafenster in einer Vorlesungshalle verkleinert hat, weil er Angst hatte, dass alle Leute nur noch das beeindruckende Bergpanorama draußen beachten und niemand mehr auf den Vortragenden hört.
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Was ist am bauen in Korea so besonders?
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Freiheit. Zwar habe er auch in Korea keine Carte Blanche gehabt, die 10 Millionen Dollar nicht nach freiem Dünken ausgeben können. Aber, und das ist ihm sehr wichtig: Er kann bis zum letzten Moment noch Details ändern und so ein perfektes Ergebnis abliefern, mit dem er zufrieden ist. Dies könne man außerhalb von Asien nicht.
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Alles in allem ein wirklich beeindruckender Mann, der mit wenigen Worten und einer ruhigen Art, ziemlich deftige Argumente liefert. Und nicht zuletzt, merkt man, dass der Mann Seoul wirklich gut kennt. Ganz bestimmt nicht das übliche "Ich esse gerne Bulgogi, alle Koreaner sind toll"-Interview.
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Donnerstag, 18. September 2008

Chaostheorie

Etwas, was mir hier jeden Tag auffällt und mich von Tag zu Tag mehr fasziniert, da ich merke, dass es keine einmaligen Beobachtungen sind:
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In Gangnam wird gegen den Großstadtdschungel vergleichsweise organisiert durchgegriffen. Dieser Unterschied ist mir jetzt erst so aufgefallen und ich komme zu dem Schluss, dass die Stadtverwaltung in Seoul wirklich kaum Einfluss auf die Stadt hat. Kann sie auch nicht. Noch viel mehr als in Berlin, wo es mehr über die Identitäten der Kieze geht, hat in Seoul jeder Bezirk eine gewisse Macht und durch die Einwohnerzahl (und somit das Steueraufkommen) eine gegebene Autorität, die er einsetzen kann - oder eben nicht. Das hat nichts mit Parteien zu tun, sondern mit Geisteshaltungen und Organisationsstrukturen. Meines Wissens nach sind alle Bezirksbürgermeister Seouls und alle Mehrheiten in den Bezirksverordnetenversammlungen bei der konservativen Hannara. Trotzdem sind die Unterschiede in der Verwaltungseffizienz doch gewaltig.
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Was mir, während ich in Gangbuk (dem nördlichen Teil der Stadt) wohnte, nie aufgefallen war, ist, dass Gangnam wirklich extrem gut organisiert und so sauber ist wie es ein Stadtteil mit einer Tagesbevölkerung von knapp 2.5 Millionen Menschen ohne Polizeistaat im Hintergrund sein kann. In Gangbuk hingegen steigt in der Sommerhitze komischer Geruch aus den Gullis hoch, Müll liegt herum. Ich habe nie ganz verstanden, warum meine Freunde aus Gangnam mich immer als eine Art "Romantiker" verspotteten, weil ich Gangbuk und insbesondere das alte Zentrum so gern mag. Es ist wirklich ein großer Unterschied.
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Seit ich nun hier in Gangnam wohne, tauchen immer wieder mir unbekannte Autos und Uniformen auf. Es sind Dinge, die ich in einem Jahr Gangbuk nie gesehen habe: Mobile Falschparkerblitzer, Reinigungsroboter, Straßenreinigungspatrouillenwagen, Bürgersteigdruckstrahlreiniger. Die Parkplätze sind nicht nur genau eingezeichnet - steht ein falsches Auto ist innerhalb einer halben Stunde der Abschleppwagen da wie ich heute beim Übersetzen auf dem Dachgarten beobachten konnte. Geschäfte stellen ihre Tische oder Auslagen innerhalb festgelegter Grenzen auf. Die Müllabfuhr kommt bereits am späten Abend, holt die Abfälle ab, die im übrigen auch nicht für jede Ratte fressbar in Plastikbeuteln am Straßenrand liegen, sondern in hohen Plastiktonnen verstaut sind. Danach kommt die Reinigung und spült die Straßen durch.
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Und was ich dabei betonen möchte: Es zerstört das Märchen, dass Unordnung und Korea zusammengehören. Die Nebenstraßen Gangnams sind trotzdem koreanisch, immer noch ein wenig improvisiert und recht unübersichtlich. Aber man erkennt eine gemeinsame Linie. Über Rote Ampeln wird hier genauso gefahren, aber dass man auf dem Bürgersteig plötzlich vor einem Auto steht, das mit 20 Km/h angebraust kommt, das ist hier nicht so oft der Fall. Und Falschparken wie gesagt habe ich nur 3 Mal gesehen innerhalb 3 Wochen - da gibt es in Deutschland mehr von.
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Also meine wirren Beobachtungen mal systematisch zusammengefasst:
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1. Die Stadt Seoul kann noch so viel planen, wenn sie den Bezirken nicht die nötige Autonomie (Süden) oder auch die nötigen Mittel (Teile des Nordens) gibt , um die vielen guten Ideen umzusetzen, die die Stadtverwaltung hat. In diesem Sinne hat auch die Schaffung von Stellen wie meiner als Ausländerkorrespondent keinen Sinn, wenn sich niemand drum kümmert, dass Ideen in jedem einzelnen Dong umgesetzt werden. Eine Stadt wie Seoul ist als Ganzes einfach nicht zu verwalten. Lokale Autonomie hingegen ist in Korea wie in Seoul noch ein relativ neues Konzept, mit dem viele der alten Beamten sich nicht anfreunden können oder möchten.
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2. Was der Norden (bzw. Teile desselben ebenso wie Teile des Südens) meiner Meinung nach also braucht, ist also eine solche systematische Umsetzung teils sehr einfacher Prinzipien, die nicht viel kosten, sondern nur eine vernünftige Planung erfordern. Sicher ist das einfacher, wenn der Bezirksbürgermeister nicht ein altgedienter Bürokrat des Entwicklungsstaates ist, sondern ein weitgereister Geschäftsmann mit internationaler Ausbildung wie das in vielen Bezirken inzwischen der Fall ist.
Gleichzeitig müssen Bezirke wie Gangnam (oder gerade Songpa) aufpassen, nicht an Charakter zu verlieren. Chaos ist nichts Koreanisches, Ordnung nichts Westliches, aber ein gewisses Maß an Unordnung führt auch zu Kreativität und Eigendynamik, wie man sie z.B. Vierteln wie Samcheong-dong und Hongdae sieht. Mit strikter Stadtplanung, dem unsäglichen "Redevelopment" und ähnlichen Scherzen bekommt man das auch nicht hin.
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Sonntag, 30. September 2007

Doctorfish Cafe

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Doctorfish Cafe
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Doctorfish - das coolste ueberhaupt. Wir haben es gestern erlebt und sind beide suechtig und auf dem Weg dazu, Fussfetischisten zu werden.
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Doch der Reihe nach - Ich bin gestern mit Consti nach Sinchon in das Doctorfish Cafe gegangen, was zu einem der entspannendsten Erlebnisse des Jahres wurde.
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Fuer ein Menue zu 8.000 oder 9.000 Won gibt es ein Getraenk und einen Snack, was alleine schon fuer Sinchon-Verhaeltnisse ein guter Preis waere. Dann kommt aber der Clou. Ein Teil des Cafes ist mit einigen kleinen Holzbecken und einem grossen Becken ausgestattet. In den kleinen Fussbecken kann man sich eine Aroma-Therapie zufuehren und in dem grossen schwimmen meine neuen besten Freunde. Die sogenannten Doktorfische, bzw. auf Koreanisch "Chin-Chin-eo", die "Kuesschengebenden Fische", die abgestorbene oder ungesunde Hautpartien abknabbern.
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Was im ersten Moment sehr sehr eklig und kitzlig ist, wird mit der Zeit zu einem riesigen Genuss. Und die Fuesse (und Haende) sind danach zart, entspannt und durchblutet wie nie zuvor.
Ich hatte sogar einen Stammfisch, der extra andere Fischchen vertrieben hat, um sich an meinem linken Knoechel zu vergnuegen.
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Preis stimmt, Leistung auch, das Personal ist nett, das Ambiente modern und die Fische sehr gefraessig - ein perfektes Erlebnis im Herzen Seouls. Inzwischen (seit 22. September) gibt es schon eine Dependance in Hongdae, wo morgens zwischen 10:30 Uhr und 12 Uhr Happy Hour zu halben Preisen ist.
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Alle weiteren Infos gibt es auf der Homepage des Cafes.
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P.S.: Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass im ersten Stock des Gebaeudes ein Krispy-Kreme-Donutladen ist, was zu einem perfekten Abschluss der Wellbeing-Behandlung einlaedt.
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Freitag, 14. September 2007

Nord gegen Sued

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Nord gegen Sued
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Jeder, der in Seoul lebt, weiss es - es gibt nicht nur Nord- und Suedkorea, sondern vor allem Nord- und Sued-Seoul. Der Unterschied ist in beiden Faellen extrem.
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Eine sensationelle Nachricht, bringt daher heute die Joongang Ilbo in ihrer englischen Ausgabe: Stellt euch vor, der Norden Seouls ist nicht ein Ghetto aus Lehmhuetten, in denen einbeinige Blinde rumhocken, sondern man kann hier sogar essen gehen, weggehen. Stellt euch das mal vor!
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Und es gibt sogar Leute, denen das besser faellt als Louis Vuitton in Abgujeong (Reim beabsichtigt ^^)...
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Wie auch immer, fuer den Seoul-Einsteiger ist dieser Artikel absolute Pflichtlektuere.
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Donnerstag, 30. August 2007

Romanee Conti

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Romanee Conti
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Nach dem leckeren Essen dachten wir, dass der Abend nicht besser werden koennte - wurde er auch nicht, nur auf eine andere Weise perfekt.
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Wir stiegen also die Treppen von der Hauptstrasse aus in eine Nebengasse hoch, wo gerade ein Haus restauriert wird und stiessen auf ein weiteres Juwel, in einer Stadt, die so reich an versteckten und so arm an offen sichtbaren Schaetzen ist.
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Romanee Conti heisst die Weinbar und Hyeri zufolge war ich nicht der einzige im Raum, der schon oefter im Fernsehen zu sehen war.
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Schoenheit ist nicht nur ne Zier - Weinverkosten geh ich niemals ohne ihr
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Kaminzimmer, links war gerade eine Weinverkostung fuer stinkreiche Geschaeftsleute im Gange, rechts sassen Drama-Darsteller - und zwischendrin 2 arme Studenten, die auf dicke Hose machten
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. Der Kenner verkostet den Wein mit kritischem Blick - Fand den Wein sehr suess, weshalb ich unwissenderweise ins Blaue tippte, dass er aus Italien kommen muss (ihr wisst schon..Lambrusco und so) und tatsaechlich....ein Italienischer Wein aus dem Veneto, wie de Sommelier bestaetigte und schon hatte ich wieder mit gut ueberspieltem Nichtwissen Bewunderung sicher.
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Preise Es gibt 170 Weine in allen Preisklassen. Der teuerste Wein der Karte schlaegt mit etwa 290.000 Won pro Flasche zu Buche, das preisguenstigste Angebot ist der italienische Hauswein fuer 15.000 Won pro Glas - Kaesehaeppchen und Cracker werden in jedem Fall kostenlos dazu gereicht. Auf besonderen Wunsch gibt es besondere Weine, die nicht auf der Karte stehen. Bei den teureren Weinen kommt der Sommelier zur Verkostung persoenlich an den Tisch. Fuer den etwas betuchteren Geldbeutel gibt es auch eine Auswahl erlesener Beispeisen von Kaeseplatte ueber Sushi bis hin zu Pasta-Auswahl.
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Lage Etwas erhoeht (3. Haeuserreihe von unten gesehen) von der Hauptstrasse im Samcheongdong, direkt an der Park-Ausbuchtung. Der Weg hoch wird gerade neu gemacht, das Schild ist aber von der Hauptstrasse aus zu sehen
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Ambiente Das Ambiente ist nicht wirklich zu verorten - je nach Blickrichtung hat man ein hunderprozentiges westliches Ambiente, ein koreanisches oder ein orientalisches.
Wunderbar ist ein traditioneller Raum, in dem man an niedrigen Tischen auf Kissen sitzt, aber trotzdem seinen westlichen Wein bestellen kann. Des weiteren gibt es eine gemuetliche Kaminecke. Alles in allem ein sehr sehr gepflegtes, gehobenes Ambiente, das es wieder einmal schafft koreanische Tradition mit westlicher Moderne zu vereinen und etwas ganz eigen Koreanisches zu erschaffen - etwas, das in Korea in letzter Zeit gluecklicherweise immer oefter gelingt. Und der Blick ueber die flachen Haeuserreihen - wunderbar.
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Soseonje

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Soseonjae
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. "素饍齋 - 아름다운 사람들이 찾아오고 아름다은 음식이 나오는 아름다운 곳"
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"Soseonjae - das steht fuer einen wunderbaren Ort, an dem wunderbare Menschen sich versammeln, um wunderbare Speisen zu sich zu nehmen"
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Lange war es ein wenig ruhiger auf diesem Blog, da das Geld fuer die feinsten Bars und Restaurants Seouls erst einmal verdient werden muss. Zum Ferienabschluss ging ich aber mit meiner bezaubernden Hyeri nach Samcheongdong - bekannt fuer das beste Ambiente der Stadt, zumindest bei Kennern der Stadt.
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Nach ausfuehrlichem Spaziergang durch Samcheongdong, Gahoedong und Bukchon verschlug es uns dann in ein wunderschoenes, aber unpraetentioeses Restaurant, das mit frischen Kraeutern als Zutaten warb und wir entschieden uns fuer ein Menu im Mittelpreismenu (42.000 Won fuer 2 Personen).
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Und wir sollten unsere Entscheidung nicht bereuen, denn das Essen, dass wir geniessen durften, war fast auf einer Stufe mit dem Samcheonggak, dem bisher besten Restaurant, in dem ich bisher gegessen habe.
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Serviert wurde im typischen koreanischen Oberklassestil - Einige kleine Entrees getrennt und anschliessend ein Hauptgericht in traditioneller Weise serviert mit vielen Beilagen.
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Was wir wieder an Geschmacksexplosionen erleben durften, laesst sich eher in Bilder als in Worte fassen.
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Menue "Jebiggot Jeongsik" (Schwalbenblumen-Dinner)
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Pfirsichblatt, Marinierte Kartoffel, Artischocke und Pflaume in Traubensauce und fein geschlagener Schaum aus gemahlenen Sojabohnen
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Hauchzarte Weizenpfannkuechlein mit Eierstreifen, Mohrruebe, getrockneten Waldpilzen, Rettich, Thunfisch und Bergkraeutern
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In enzym-fermentierter Marinade eingelegte Huehnerbruststreifen an frischem Salat
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Gedaempftes Schweinefleisch mit in Sojasauce eingelegtem Kimchi an Bergknoblauchblaettern
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Frittierte Tofutasche gefuellt mit Waldpilzen und getrockneten Gemuesen an suess-saurer Tomaten-Paprikasauce
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Patagonischer Schwertfisch in Marinade von wilden Maulbeeren
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Jinjisang - Traditionelle Mahlzeit, Gurkenkimchi, Sojabohnenpaste, Sojabohnenpastenbruehe, rettichgefuellte Paprika, Eingelegte Rindfleischstreifen (Jangjorim), marinierte Waldpilze, zweierlei Graeser (scharf und mild), dazu feinkoerniger Reis mit Bohnen und eingelegte Kuerbisblaetter
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Und der Unterschied zwischen einem koreanischen und deutschen Gourmet-Restaurant aeusserte sich dann im Satz des Abends:
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Kellnerin in den Mittvierzigern: "Kinder, wenn ihr was uebrig lasst, dann spielen die Koeche verrueckt. Jeder Bissen ist ein Kunstwerk, vergesst das nicht!"

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Preise: Einzelgerichte ab 10.000 Won, Menues (Sang, Jeongsik) zwischen18.000 und 38.000 p.P.
Lage: Hauptstrasse Samcheongdong (abgehend von der Ostseite des Gyeongbok-Palastes), direkt hinter der Parkplatz-Ausbuchtung.
Ambiente: Traditionelles Anwesen, sehr einfach restauriert, sparsame Deko, sehr unpraetentioes, aber liebenswert